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Buch.de kein Kauf


02.04.2001
Der Anlegerbrief

Nach Meinung der Analysten vom Anlegerbrief stellen die Aktien von Buch.de (WKN 520460) kein Kauf dar.

Im Geschäftsjahr 2000 habe Buch.de zwar den Umsatz auf 13,6 Mio. DM verdreifacht (1999: 4,5 Mio. DM) und damit über den eigenen Planzahlen in Höhe von 11,2 Mio. DM gelegen. Doch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern EBIT liege weiterhin deutlich im Minus bei 13,7 Mio. DM. Größter Umsatzträger sei nach wie vor das Buchgeschäft mit 83%. Mit gerade einmal einem Anteil von 10% hätten die Media-Produkte zum Umsatz beigesteuert, gefolgt von dem Werbemittelversand (5%) und dem Blumen-Service via Internet mit 2 %.


Buch.de wolle in diesem Jahr verstärkt auf „Symbiose Kooperationen“ setzen - vor allem mit der Universitätsbuchhandlung Phönix-Montanus, einer Tochter der Douglas Holding AG. Die Douglas Holding AG sei gleichzeitig größter Aktionär der Buch.de mit knapp 38 %. Künftig sollen auch über eine Kooperation mit JustBooks antiquarische und vergriffene Bücher angeboten werden. Die Kooperation mit der Deutschen Lufthansa AG habe nach Angaben des Managements bereits 25.000 Neukunden eingebracht. Seit dem 1.10.2000 könnten Buch.de-Kunden, die sich als Teilnehmer für das Prämienprogramm Miles & More der Airline registriert hätten, von der Kooperation profitieren.

Zugleich hoffe man bei Buch.de auf eine weitere Aufstockung der Kundenzahlen: 1999 seien es 87.000 und im vergangenen Jahr schon 230.000 gewesen. Ende dieses Jahres sollen es dann 380.000 Kunden sein. Gleichzeitig wolle das Unternehmen seine Werbeausgaben verringern. „Werbung in auflagestarken Blättern bringe auf Dauer nichts, zumindest keine neuen Kunden“. Außerdem seien bei der Direktansprache via Mailing die Streuverluste geringer.

Übernahmegerüchte würde Vorstand Gerald Winter abschmettern. „Wir spielen zwar in der Dritten Liga, nach Giganten wie Amazon, Weltbild und dem Zweitligisten BOL“, aber „wir fühlen uns nicht bedroht , höchstens geschmeichelt“, habe der Unternehmer selbstbewusst verkündet.

Genau wie der Konkurrent Mediantis (ehemals Buecher.de) plane Buch.de die Gewinnschwelle erst in 2002 zu erreichen. Mediantis verschiebe dies sogar jetzt auf 2003. Mediantis-Chef Georg Heusgen gebe entgegen den Bossen von Buch.de zu, dass man im nächsten Jahr nur dann schwarze Zahlen schreibe könne, wenn sich alle Unternehmen dazu entschließen würden, Versandkosten für die Lieferung von online bestellten Büchern einzuführen. Doch da würden die Chefs von Buch.de hart bleiben. Ob die Vorstände diese Zusage auf Dauer jedoch in einem Markt fallender Buchpreisbindung halten können, sei zweifelhaft. Buch.de sei mit Restrukturierung des Unternehmens und einer verbesserten Logistik sicher auf dem richtigen Wege. Doch die Bemühungen des Managements würden nach Einschätzung des Anlegerbriefes viel zu spät kommen. Gegen Wettbewerber wie den Bertelsmann-Ableger BOL dürfte das Rennen künftig kaum zu schaffen sein.



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